Morgens:
Wer seinen Kreislauf morgens nicht recht in Schwung bringt, sollte mit angewinkelten Füßen die Reiki-
Atemtechnik ausprobieren. Für Menschen, die eine gute Vorstellungskraft
haben, eignet sich auch die "Reiki-Sonne":
Reiki-Übung
- Setzen Sie sich aufrecht auf die Bettkante oder einen Stuhl, beide Füße flach auf dem Boden, die
Hände liegen locker auf den Oberschenkeln.
- Atmen Sie tief in den Unterbauch hinein.
- Stellen Sie sich vor, dass über Ihrem Kopf ein weiß-goldenes Licht schwebt - die Reiki-Sonne.
- Spüren Sie, wie das Licht in Ihren Kopf hineinfließt und jede Zelle Ihres Körpers umspült und
erhellt.
- Konzentrieren Sie sich auf jeden einzelnen Teil Ihres Körpers und spüren Sie nach, ob das Licht
der Reiki-Sonne auch überallhin fließt.
- Kommen Sie mit der Aufmerksamkeit langsam wieder in die Außenwelt zurück. Stehen Sie auf
und bewegen Sie Arme und Beine.
Mittags:
In der Mittagspause nach dem Essen kann man die Hände auf den Bauch legen - das hilft dem Magen
und der Bauchspeicheldrüse bei der Verdauung und entspannt obendrein.
Vor dem Bildschirmarbeitsplatz empfiehlt es sich, mindestens einmal pro Stunde die Augen mit den
Händen zu bedecken und Reiki fließen zu lassen:
Reiki-Übung
- Sitzen Sie mit geradem Rücken auf Ihrem Stuhl, die Füße flach auf dem Boden (hochhackige
Schuhe ausziehen).
- Atmen Sie tief in den Unterbauch hinein.
- Stützen Sie die Ellbogen auf der Schreibtischplatte ab und bedecken Sie die Augen so mit den
Händen, dass die Handballen auf den Wangenknochen liegen und die Fingerspitzen locker auf
der Stirn liegen.
- Lassen Sie die Reiki-Energie ca. 1-3 Minuten fließen.
Entspannung zwischendurch:
Wenn es im Job richtig stressig ist, kann man mit der Reiki-Atmung (S.82) wieder schnell in die eigene
Mitte finden. Am besten Sie suchen sich dann für etwa 3 Minuten ein "stilles Örtchen".
Entspannung zwischendurch
- Stellen Sie sich schulterbreit mit geschlossenen Augen hin
- Die Knie leicht gebeugt, beide Hände liegen auf dem Unterbauch.
- Atmen Sie die Reiki-Energie tief in den Bauch hinein.
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Bauch gut mit Energie gefüllt ist, stellen Sie sich vor, wie
die Energie durch Ihre Wirbelsäule zu allen Körperteilen fließt.
Abends:
Abends auf dem Sessel oder dem Sofa legen Sie die Hände einfach auf die Stellen Ihres Körpers, an
denen es Ihnen gut tut. Denken Sie auch daran, die Füße zu behandeln. Dabei darf ruhig der Fernseher
oder das Radio laufen - Reiki ist das egal, es fließt einfach.
Vorbeugen mit Reiki
Die einfachste Möglichkeit, Körper und Geist dauerhaft in einem harmonischen Zustand zu halten, ist
die regelmäßige Reiki-Praxis. Bei dauerhafter Anwendung wirken eigentlich alle Methoden zur
Verbesserung der Gesundheit, sei es Yoga, Qi Gong, Thai-Chi oder Joggen, Schwimmen oder Walken.
Da liegt auch der springende Punkt: Erfolg stellt sich nur über die Regelmäßigkeit ein - sich nur einmal
im Monat selbst mit Reiki aufzuladen, ist zu wenig.
Sie putzen sich ja auch nicht nur einmal im Monat die Zähne, um diese gesund zu erhalten. So wie die
Zähne von ihrem Belag befreit werden müssen, sollten auch Körper und Aura regelmäßig energetisch
gereinigt werden.
Die regelmäßige Eigenbehandlung (vgl. Ablauf einer Eigenbehandlung, S.58) verhilft Ihnen zu einer stabilen
Gesundheitsverfassung. Selbst wenn eine Erkältung Sie erwischt, ist diese mit Reiki schon nach wenigen
Tagen vorbei - nicht erst nach zwei Wochen.
Die tägliche Eigenbehandlung ist leicht in den Alltag zu integrieren, wenn Sie sich jeden Morgen und
Abend etwa 20 Minuten Zeit nehmen. Wer morgens nicht gleich nach dem Wecken aus dem Bett hüpft,
kann z.B. den Hinterkopf, Hals und Herz sowie den Solarplexus behandeln, während er langsam wach
wird. Am Abend vor dem Einschlafen werden Bauch, Knie und Füße behandelt. Die Reihenfolge ist
natürlich austauschbar - vom Prinzip her sollten alle Bereiche des Körpers einmal am Tag Reiki
erhalten. Wie Sie das im Einzelnen aufteilen, ist gleichgültig. Falls Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln
zur Arbeit fahren, können Sie dort Knie, Hüfte und Bauch behandeln.
Nutzen Sie einfach jede Gelegenheit, um sich mit der Reiki-Kraft aufzuladen: wenn Sie z.B. an der
Supermarktkasse warten müssen, verschränken Sie die Hände so vor dem Körper, dass eine Hand auf
dem Bauch liegt, oder Sie halten mit einer Hand den Ellbogen des anderen Arms fest. Die
Lebensenergie fließt ja immer an die Stelle, an der sie benötigt wird.

Reiki in der Schwangerschaft
Durch die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft erlebt die Schwangere oft eine
emotionale und körperliche Achterbahnfahrt. Reiki wirkt hier ausgleichend und harmonisierend. Die
vielen lästigen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Müdigkeit, Rückenschmerzen, Sodbrennen können
mit Reiki wesentlich milder ausfallen, wenn sie nicht sogar ganz verschwinden.
Wenn ich eine werdende Mutter mit Reiki behandele, erscheint es mir stets so, als ob die Reiki-Energie
um den Embryo herum fließe - denn er ist ja nicht gemeint. Der Embryo erhält die Energie über die
Nabelschnur zugeführt. Manche Kinder werden im Bauch ganz ruhig, wenn die Mama Reiki bekommt,
andere hingegen machen "ein Tänzchen". Da sieht man wohl schon den Charakter des kommenden
Erdenbürgers.
Natürlich dürfen Schwangere auch selbst Reiki übertragen - ich selbst habe bis zum 7. Monat Reiki-
Seminare geleitet, so lange, bis mein Bauch einfach zu dick war und ich nicht mehr lange am Stück sitzen
konnte. Heute habe ich ein wunderbar ausgeglichenes Kind - ein Grund ist sicher auch, dass es von
Anfang an Reiki bekommen hat.
Kinder und Reiki
Kleine Kinder lieben Reiki. Sie wissen intuitiv, dass hier eine Kraft fließt, die ihnen gut tut. Sie müssen
intellektuell nichts darüber wissen. Mein Mann und ich haben unserer Tochter als sie klein war (bis 6
Jahre) nie gesagt, was das ist, was wir da machen. Wir legten ihr einfach die Hände auf, wenn sie
Bauchweh hatte, hingefallen war oder nachts einen Alptraum hatte. Ohne Pathos, ohne große Geste -
eben ganz selbstverständlich.
Wenn im Haus von Reiki-Praktizierenden kleine Kinder sind, werden sie diese Gabe ganz automatisch
entwickeln, genauso wie sie laufen und sprechen lernen, wenn in ihrer Umgebung gelaufen und
gesprochen wird. Meine Tochter legte im Kindergarten ihren Freundinnen auch die Hände auf, wenn
diese hingefallen waren. Als sie in die 1. Klasse ging, sagte sie einmal zu mir: "Mama, wenn ich sehe, dass
sich eine Freundin weh getan hat, bekomme ich ganz heiße Hände". Mich überraschte, dass wohl sogar
Fern-Reiki funktioniert, obwohl wir nie ernsthaft darüber gesprochen haben. Ich sehe daher keine
Notwendigkeit, kleine Kinder in Reiki einzuweihen, lieber sollten die Eltern Reiki erlernen und diese
Fähigkeit ihren Kindern einfach vorleben.
Sind die Kinder allerdings schon älter (etwa ab 6-7 Jahren), ist ihr intuitives Erkennen möglicherweise
schon recht eingeschränkt - z.B. durch die Schule und den Einfluss der verstandesorientierten
Gesellschaft insgesamt. Dadurch ist es schwieriger, das unbewusste Talent zur Selbstheilung noch zu
aktivieren. Der Kanal, durch den die Energie fließt, könnte schon verkümmert sein.
Hier sollte sich der Reiki-Lehrer ganz auf seine geschulte Intuition verlassen und dem Kind den Reiki-
Lernstoff auf die Weise anbieten, die es leicht aufnehmen und begreifen kann.
Elterntipp: Einschlafen
Kinder finden abends oft schwer zur Ruhe. Das Erlebte vom Tag will verarbeitet werden. Viel zu viele
Eindrücke sind "hinein gerauscht": Der Tag im Kindergarten, in der Schule, Nachmittagstermine,
Fernsehen, Computerspiele, etc. Und jetzt soll das Kind einfach den Hebel umschalten und von
Aktivität zu Passivität wechseln. Die Aktivitätsphase sollte langsam der Ruhephase weichen. Da helfen
abendliche Rituale, gedämpftes Licht im Kinderzimmer, ein ruhiger Erwachsene, der sich Zeit nimmt,
eine Gute-Nacht-Geschichte und...Reiki. Beim Kuscheln, dem Geschichte-vorlesen darf man Reiki
einfach fließen lassen. Klappt es dann noch nicht mit dem Ruhigerwerden, hat sich bei meiner Tochter
folgende Handposition bewährt:
Eine Hand liegt auf der Stirn, die andere liegt so, dass Herz und Solarplexus gleichzeitig erreicht
werden.
Diese Handposition ist auch hilfreich, wenn das Kind in der Nacht aus einem Alptraum aufschreckt.
Oder eine andere Variante: pusten Sie den Alptraum einfach von der Stirn des Kindes weg
Wenn das Kind beim Einschlafen das Gefühl hat, das Bett wackelt (verursacht durch Kreislaufprobleme,
mentale Erschöpfung), legen Sie eine Hand auf die Fußsohlen und die andere auf die Stirn (geht
natürlich nur bei kleinen Kindern) - das stabilisiert Körper und Geist.